Die ungarische Sopranistin Csilla Boross studierte Klavier und Gesang an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest. Ihre internationale Karriere begann 2010 als Violetta in Verdis »La traviata« in Triest und mit ihrem USA-Debüt als Abigaille in »Nabucco«. Der endgültige Durchbruch folgte im Jahr darauf unter Riccardo Muti, als sie zum 150. Jahrestag der italienischen Einigung abermals Abigaille an der Seite von Leo Nucci sang – eine Produktion, die weltweit übertragen wurde. Seither trat sie u.a. in der Washington National Opera, der Opéra de Rome, dem Teatro alla Scala, der Königlichen Oper Stockholm und der Metropolitan Opera in New York auf. Als dramatischer Sopran ist Csilla Boross in den Werken Verdis und Puccinis zu Hause. Besonders eng ist sie mit der Ungarischen Staatsoper sowie dem Janáček-Theater Brünn verbunden, wo sie für ihre Interpretation von Madama Butterfly mit dem Thalia-Preis ausgezeichnet wurde. Als Amelia in »Un ballo in maschera« erhielt sie den australischen Green Room Award und kehrt nun mit Verdis »Nabucco« auf die Bühne des Nationaltheaters Mannheim zurück.