Die gebürtige Belgierin Bernice Coppieters begann mit zehn Jahren ihre Tanzausbildung am Ballettinstitut in Antwerpen. 1988 wurde sie an der Juilliard School in New York aufgenommen und gewann im selben Jahr den Prix de Lausanne, woraufhin sie vom Königlichen Ballett Flandern als Solistin engagiert wurde. 1991 trat sie Les Ballets de Monte-Carlo unter der Leitung von Jean-Christophe Maillot bei – der Beginn einer bis heute andauernden Zusammenarbeit. Coppieters inspirierte Maillot zu den markantesten Figuren der Ballette, die den exzellenten Ruf der Compagnie begründet haben, darunter Juliette in »Roméo et Juliette«, die gute Fee und die böse Stiefmutter in »Cendrillon« sowie die Titelrollen in »La Belle« und »Shéhérazade«. Darüber hinaus tanzt sie Hauptrollen aus dem Repertoire der Ballets Russes und arbeitet mit zeitgenössischen Choreograf*innen wie Karole Armitage, Lucinda Childs, Sidi Larbi Cherkaoui und Maurice Béjart. 2015 wurde Coppieters zur Ersten Ballettmeisterin der Ballets de Monte-Carlo ernannt. Sie inszeniert Produktionen für Tanzkompanien wie das Royal Swedish Ballet, das Ballett der Wiener Staatsoper, das Prager Nationaltheater und das Staatsballett Berlin.
