Oper
DER FREISCHÜTZ
Frei nach Carl Maria von Weber
Oper
Frei nach Carl Maria von Weber
Alexander Schmid Musikalische Leitung
Max Porstmann Regie
Glen Hawkins Bühne
Amelie Hager, Klara Siegel Kostüm
Felix Immanuel Koch Choreografie
Clemens David Krauß Musikalische Bearbeitung & Komposition
Rebecca Ehl, Emilia Stapel Dramaturgie
Luna Fredrich, Luca Anouk Merz Produktionsleitung
Robin Neck Max
Lena Reineke Agathe
Sophie Lauerer Ännchen
Schauspielensemble (ADK) Lena Karius, Arne Kerst, Lasse Lehmann, Kioma Palmen, Selina Schoeneberger, Levi Tounkara
Kammerorchester (HMDK Stuttgart)
»Freischütz« – ein neugedachter Thriller über Gewalt, Schuld und deren mögliche Ursprünge. Der Jäger Max muss aufgrund einer uralten deutschen Tradition einen Probeschuss absolvieren. Doch ausgerechnet jetzt verlässt den sonst vortrefflichen Schützen das Glück. Verzweifelt gibt er sich dunklen Mächten hin: Nachts steigt er in die verrufene Wolfsschlucht hinab, um dort Freikugeln zu gießen – teuflische Kugeln, mit denen er jedes Ziel trifft.
Webers 1821 uraufgeführte romantische Oper thematisiert die Nachwirkungen des Dreißigjährigen Krieges. Zweihundert Jahre nach Webers Tod deuten Regisseur Max Porstmann und sein Team den »Freischütz« um und erzählen eine Geschichte über die Ursprünge von Gewalt und deren Fortsetzung über Generationen hinweg. Die Freikugel dient als Metapher für die weitervererbte Gewalt, an deren Ursprung der Jäger Max steht: Anders als im Original ist er Agathes Ur-Ur-Ur-Ur-Ahne und steht stellvertretend für den Beginn eines Familienfluchs.
Während die »erste deutsche Nationaloper« in der Handlung und den Sprechtexten neu erzählt wird, bleiben die berühmten Melodien in Arrangements von Clemens David Krauß erhalten. Das 14-köpfige Kammerorchester ist ebenso Teil des Bühnengeschehens wie die Gesangsrollen von Max, Agathe und Ännchen. Der Dirigent Alexander Schmid verspricht einen »Freischütz«, der »zeitgenössischer und klassischer nicht sein kann«.
Eine Produktion der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg (ADK) und der Ludwigsburger Schlossfestspiele in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart (HMDK), der Hochschule Hannover und der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg.