Magnificat
Leitung: Michael Hofstetter. Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele. Werke von Schütz, Gabrieli u.a.
GIOVANNI GABRIELI: Magnificat »Anima mea Dominum«, aus: »Sacrae Symphoniae« (1615) | »O magnum mysterium« (1587)
MICHAEL PRAETORIUS: Magnificat »Meine Seel erhebt den Herren«, aus: »Puericinium (1621) | Deutsches Te Deum »Herr Gott, dich loben wir«, aus: »Musiae Sioniae« (1607) | »Aus tiefster Not«, aus: »Musae Sioniae« (1605)
ANDREA GABRIELI: »De profunids«, aus: »Psalmi Davidici« (1583)
HEINRICH SCHÜTZ: Deutsches Magnificat »Meine Seele erhebt den Herren«,
SWV 494 | Te Deum »Herr Gott, dich loben wir«, SWV 472 | »Also hat Gott die Welt geliebt«, SWV 380 | »Der Herr ist mein Hirte«, SWV 398
Chor der Ludwigsburger Schlossfestspiele (Einstudierung: Jan Hoffmann)
Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele (auf Originalklang-Instrumenten)
Michael Hofstetter (Musikalische Leitung)
Das traditionelle Konzert mit geistlicher Chormusik der Ludwigsburger Schlossfestspiele rückt das »Magnificat«, den psalmartigen Lobgesang der Gottesmutter Maria, ins Zentrum. Das Magnificat gehört zu den bedeutendsten biblischen Texten überhaupt, deren Vertonung sich im Lauf der Jahrhunderte viele bedeutende Komponisten angenommen haben, so während der Renaissance die Italiener Andrea Gabrieli (1510–1586) mit seinem Neffen Giovanni Gabrieli (1557–1612) und in deren Folge im Frühbarock die deutschen Komponisten Michael Praetorius (1571–1621) und Heinrich Schütz (1585–1672). Andrea Gabrieli gilt als Begründer der Venezianischen Mehrchörigkeit. Die komplexe Kompositionsform von Vokalmusik mit mehreren Chören hat ihr räumliches Abbild in der Architektur des Markusdomes in Venedig. Mit seinen gegenüberliegenden Emporen ist er Ideal und Ursprung dieser beeindruckend majestätischen Chormusik, deren faszinierendes Merkmal die wechselseitige Frage- und Antwort-Struktur ist. Die Ludwigsburger Schlosskirche mit ihren Galerien und Apsiden beruht wie der Markusdom auf demselben architektonischen Gedanken – dem Grundriss eines Kreuzes. An diesem Ort vollkommener barocker Baukunst treten Michael Hofstetter und »die Chöre« der Schlossfestspiele in ein packendes Zwiegespräch dialogischer Vokalmusik.
Weitere Vorstellungen:
SO 24. Juli | 18.30 Uhr
Klosterkirche, Beuron im Oberen Donautal
SO 11. September | 18.00 Uhr
Pfarrkirche St. Katharina, Wolfegg
»Begeisterter, lang anhaltender Applaus bewies am Schluss der Veranstaltung, dass es Michael Hofstetter und dem Ludwigsburger Chor und Orchester der Schlossfestspiele eindrucksvoll gelungen ist, jahrhundertealte Kirchenmusik auf hohem Niveau in seiner Originalform in das 21. Jahrhundert zu transportieren.« Bietigheimer Zeitung
